19.12.2019

Briefe



Rückwärts
	
ID: 992 Brieftext


Geschrieben am: Dienstag 06.03.1838
 

Leipzig, den 6ten März 1838.

Lieber Freund,

das beifolgende Tantum Ergo empfehle ich Ihnen zur Durchsicht. Mir hat es sehr gefallen seiner Einfachheit u. Natürlichkeit halber. Finden Sie es Lobenswürdig, so beschließen Sie vielleicht die „Kirchencompositionen“ mit einer Anzeige der Composition v. Verhulst. Wegen der Ihnen geschickten Orgelsachen von Trutschel möchte ich Sie bitten, daß Sie sie übergehen möchten, wenn sie Ihnen nicht einer Empfehlung werth scheinen. Der Componist ist ein gedrückter Mann, wie ich denn die Compositionen durch die Hand eines Freundes eigentlich nur zur Privatmittheilung erhalten habe. Das Honorar für Bd. VII. weise ich Ihnen in drei Wochen an.
Bleiben Sie mir hold
Ihrem
Schumann

Bis Donnerstag hab ich wohl einiges Manuscript von Ihnen. Denken Sie auch an. Hausmusik.

Sr. Wohlgeboren
Herrn Organist C. F. Becker.

NB. Den Aufsatz von J. Becker möchte ich in die nächste Nummer einrücken. Steht dem vielleicht etwas entgegen?

  Absender: Schumann, Robert (1455)
  Absendeort: Leipzig
  Empfänger: Becker, Carl Ferdinand (161)
  Empfangsort:
  Schumann-Briefedition: Serie: II / Band: 19
Briefwechsel Robert und Clara Schumanns mit Korrespondenten in Leipzig 1828 bis 1878 / Editionsleitung: Thomas Synofzik und Michael Heinemann / Herausgeber: Annegret Rosenmüller und Ekaterina Smyka / Köln: Verlag Dohr / Erschienen: 2018
ISBN: 978-3-86846-029-2
167f.
 



Wir verwenden Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu gewährleisten (Mehr Informationen).
Wenn Sie auf unserer Seite weitersurfen, stimmen Sie bitte der Cookie-Nutzung zu. Ich stimme zu.