19.12.2019

Briefe



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ID: 11899 Brieftext


Geschrieben am: Freitag 02.01.1885
 

… Herzlichen Dank Ihnen und Ihrer lieben Frau von uns allen für Ihre guten Wünsche, die wir von ganzem Herzen erwiedern, möge Ihnen im nächsten Jahr nur Freude an Ihren lieben Kindern werden, alle neuen Sorgen fern Ihnen bleiben. Sie sehen, mir geht es noch nicht besser, ich kann weder spielen noch schreiben, und so hege ich wenig Hoffnung diesen Winter nach Berlin zu kommen. Wie sehr ich es wünschte, brauche ich Ihnen wohl kaum zu sagen.
Wie es mit Joachim jetzt steht, wüßte ich gerne, ich habe den Zeitungsnachrichten wie ich sie hier gelesen geglaubt nach Ihrem Briefe bin ich aber wieder zweifelhaft. So viel ich mich erinnere meine ich gelesen zu haben daß auf Aufforderung der Fr. J. das Paar J. gerichtlich geschieden und Herr J. verurtheilt sei. Ist das wahr? Dann finde ich ganz recht, daß Joachim seinen Anwalt beauftragt ihn auch hier zu rechtfertigen …

  Absender: Schumann, Clara, geb Wieck, Clara (3179)
  Absendeort: Frankfurt am Main
  Empfänger: Levy, Martin (943)
  Empfangsort: Berlin
  Schumann-Briefedition: Serie: II / Band: 18
Briefwechsel Clara Schumanns mit Korrespondenten in Berlin 1856 bis 1896 / Editionsleitung: Thomas Synofzik, Michael Heinemann / Herausgeber: Klaus Martin Kopitz, Eva Katharina Klein und Thomas Synofzik / Köln: Verlag Dohr / Erschienen: 2015
ISBN: 978-3-86846-055-1
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