19.12.2019

Briefe



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ID: 19257 Brieftext


Geschrieben am: Donnerstag 15.12.1881
 

Hochverehrte gnädige Frau,
Verzeihen Sie und legen Sie es einem jungen Mann nicht als Unbescheidenheit aus, wenn er bittet, Ihnen nach dem gestrigen Abend besonders danken zu dürfen. Unter all denen, die Ihnen da begeistert zugejubelt, war wohl keiner inniger gerührt und ergriffen, da ich zum ersten Mal mit meiner Braut Marie ein Concert besuchen und gleich das höchste hören durfte, wovon ich ihr aus Leipziger Erinnerung schon oft mit Entzücken gesprochen hatte. Sie haben, verehrte Frau, dadurch zwei durch innigste Liebe verbundene Menschenherzen glückselig gemacht und unserm Streben, wahre Kunst heilig zu halten, von Anbeginn den Stempel der Weihe aufgedrückt. Zürnen Sie darum nicht, ich wiederhole meine Bitte, dass ich es wage, den tiefempfundenen Dank Ihnen darzubringen, mit dem Sie wahrhaft und innig verehren darf
Ihr ergebenster
Dr. Hermann v. d. Pfordten.

München, den 15. December 1881.

  Absender: Pfordten, Hermann Lud Freiherr von der (1181)
  Absendeort: München
  Empfänger: Schumann, Clara, geb Wieck, Clara (3179)
  Empfangsort:
  Schumann-Briefedition: Serie: II / Band: 12
Briefwechsel Clara Schumanns mit Landgräfin Anna von Hessen, Marie von Oriola und anderen Angehörigen deutscher Adelshäuser / Editionsleitung: Thomas Synofzik, Michael Heinemann / Herausgeber: Annegret Rosenmüller / Köln: Verlag Dohr / Erschienen: 2015
ISBN: 978-3-86846-023-0
657f.
 



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