15.07.2019

Briefe



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ID: 23349 Brieftext


Geschrieben am: Montag 17.12.1888
 

Frankfurt, den 17. Dezember 1888.

Lieber Johannes,

Ich sende Dir hier inliegend 20 fl. mit der großen Bitte, daß Du mir dafür Zigarren für Ferdinand zu Weihnachten kaufst. Sie sind nämlich in Meran furchtbar teuer und schlecht. Nimm eine leichte Sorte und keine zu feine, da es Ferdinand mehr auf die Quantität als auf die Qualität ankommt. Ich denke, nach meinem Laienverstand, ungefähr zu 10 - 12 Pfennige das Stück. Lasse sie vom Geschäft aus direkt schicken:

Herrn Ferdinand Schumann
Villa Regina, Ober-Mais, Meran.
Süd-Tirol.

Ich denke, wenn sie Sonnabend abgehen, wird er sie gerade am Weihnachtstag haben. Sollten die Zigarren 1 fl. mehr oder weniger machen, so ist es gleich; ich kann das nicht so genau berechnen.
Dein Briefchen war aber schlimm; da wußte man doch wieder gar nicht, wie man dran war, und ich habe nun alles in die Hände von Dr. Spieß gelegt; hoffentlich kommt die Sache noch zu unserer aller Zufriedenheit zustande. Die Stimme zur Sonate habe ich Heermann gegeben und werde sie nächstens mit ihm probieren.

Für heute adieu; wir haben furchtbar viel zu tun.

Herzlichste Grüße und besten Dank im voraus für Deine Bemühung von

Deiner alten

Clara.

  Absender: Schumann, Clara, geb Wieck, Clara (3179)
  Absendeort: Frankfurt am Main
  Empfänger: Brahms, Johannes (246)
  Empfangsort:
 



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