19.12.2019

Briefe



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ID: 4937 Brieftext


Geschrieben am: Freitag 09.06.1843
 

Wohlgeborner Herr,
Hochzuverehrender Herr Doktor!
Ew Wohlgeboren sind vor etwa zwei Jahren so gütig gewesen, einige meiner Balladen in Ihrer musikalischen Zeitung mit Nachsicht zu erwähnen. Da ich fortan ganz der Schriftstellerei und Komposition leben werde, und mir daher daran gelegen sein muß, daß das Publikum sich meiner erinnere, so hoffe ich keine Fehlbitte zu thun, wenn ich Sie ganz ergebenst ersuche, die mir anliegenden zuletzt erschienenen Lieder- und Balladenhefte meiner Komposition gütigst öffentlich besprechen zu wollen, und empfehle mich hiermit Ihrer Billigkeit und Ihrer Strenge. Im Belsazar habe ich das Beste gegeben, was ich zu geben vermag. Indem ich mich Ihrer liebenswürdigen Frau Gemahlin, welche Sich m[einer] gewiß erinnern wird, da ich meist für Dieselbe hier mit Eifer thätig gewesen bin, z[u] freundlichem Andenken empfehle, unterzeichne ich mich hochachtungsvoll
Ew Wohlgeboren
ganz ergebenster
Gustav Nicolai
Wilhelmstraße Nr. 43.b.

Berlin, 9 Juni 1843.

Sr Wohlgeboren
dem Herrn Dr. Schumann
Leipzig.
Hierbei 4 Liederhefte:
1, der Liebe Lust und Leid.
2, des Seilers Tochter.
3, der nächtliche Ritter, das Schifflein, 2 Romanzen
4, Belsazar. folgt später von der Verlagshandlung duplo

  Absender: Nicolai, Gustav (1125)
  Absendeort: Berlin
  Empfänger: Schumann, Robert (1455)
  Empfangsort:
  Schumann-Briefedition: Serie: II / Band: 17
Briefwechsel Robert und Clara Schumanns mit Korrespondenten in Berlin 1832 bis 1883 / Editionsleitung: Thomas Synofzik, Michael Heinemann / Herausgeber: Klaus Martin Kopitz, Eva Katharina Klein und Thomas Synofzik / Köln: Verlag Dohr / Erschienen: 2015
ISBN: 978-3-86846-028-5
488f.
 



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