19.12.2019

Briefe



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ID: 17681 Brieftext


Geschrieben am: Sonntag 03.06.1855
 

Liebe Frau Schumann
Es hat mich gekümmert, nicht gleich auf das gütige Geschenk von Ihrem lieben Mann, meinen Dank erwiedern zu können. Ich war durch die plötzlich niederdrückende Hitze zu angegriffen und jetzt erst kann ich die Feder wieder halten,und so möchte ich dem mir so theuren Manne selbst schreiben, doch da ich weiß, daß Hr. Richartz oder sein Adjunct alle Briefe erst auf ihre Waagschaale legen, so fühle ich mich dazu nicht veranlagt. Sie werden an meiner Statt es wohl übernehmen ihm meinen warmen Dank und herzlichste Theilnahme kund zu geben. Sie sind schon darin geübt ihrem Freund alles mitzutheilen wogegen diese Herrn nichts einwenden können, denn mich würde dies zu sehr brüskiren. Glauben Sie an meinen wärmsten Antheil so wenig ich es auch weiß wie sie zu zeigen! Grüßen Sie Ihre lieben Kinder die wir schon solang nicht gesehen haben und bleiben Sie mir gut.
Bettine

Am 3ten Juni 1855. Bonn.

An Clara Schumann
Hochwohlgeboren
in
Düsseldorf

  Absender: Arnim, Bettina von (105)
  Absendeort: Bonn
  Empfänger: Schumann, Clara, geb Wieck, Clara (3179)
  Empfangsort: Düsseldorf
  Schumann-Briefedition: Serie: II / Band: 17
Briefwechsel Robert und Clara Schumanns mit Korrespondenten in Berlin 1832 bis 1883 / Editionsleitung: Thomas Synofzik, Michael Heinemann / Herausgeber: Klaus Martin Kopitz, Eva Katharina Klein und Thomas Synofzik / Köln: Verlag Dohr / Erschienen: 2015
ISBN: 978-3-86846-028-5
71f.
 



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